HD bei Deutschen Doggen

Die HD (Hüftgelenksdysplasie) Ist eine Veränderung des Hüftgelenks, wobei der Oberschenkelkopf schlecht in der Gelenkspfanne sitzt. Durch die Bewegung kommt es zu mehr oder weniger Reibung und Abflachung der Gelenkpfanne , wodurch Schmerzen entstehen. Durch Entzündungen ,die chronisch verlaufen, und dadurch meistens erst auf eine HD schließen lassen, hat der Hund in zunehmenden Alter immer mehr Probleme, so das oft nur eine OP bleibt oder eine Alternative Behandlung, die immer mehr auf dem Vormarsch sind. 

Dazu müssen wir erst einmal unterscheiden was die einzelnen Werte bei den Doggen zu bedeuten haben. Seit dem 1.1.2006 sind die HD Werte den anderen Ländern angeglichen worden.

HD 0 ist absolut HD frei . Neu seit dem 1.1.2006 HD A

HD1 ist ein Grenzfall. (Verdacht) Neu seit dem 1.1.2006 HD B

HD2 ist eine leichte HD. Neu seit dem 1.1.2006 HD C

HD3 ist eine mittlere HD. Neu seit dem 1.1.2006 HD D

HD 4 ist eine schwere HD. Neu seit dem 1.1.2006 HD E

Die HD ist zum Teil genetisch bedingt, kann aber auch durch Umwelteinflüsse wie Fütterung und Bewegung beeinflußt werden.

Bei der HD ist der Oberschenkelkopf nicht richtig in der Gelenkpfanne. Durch die Bewegung kommt es zur Reibung und weiteren Abnutzung des Gelenkkopfes, welches sich entzündet und dadurch Schmerzen verursacht.

 

 

Es gibt mittlerweile sehr viele Methoden um einer HD vorzubeugen und auch um sie zu behandeln, so das es möglich ist das ein Hund schmerzfrei  leben kann. Auf die einzelnen Methoden werden wir eingehen und jeder kann dann mit Hilfe seines Tierarztes in Ruhe überlegen , welche Methode für sein Tier und ihn in Frage kommt.

Wichtig ist vor allem, das man eine HD nur durch eine Röntgenaufnahme feststellen kann!!!!

 

Einige Symptome

Es gibt aber auch Hunde die trotz HD keine oder nur geringe Beschwerden zeigen.

 

Die ersten Probleme entstehen durch ein Fortschreiten der Schmerzen, welche man mit Medikamenten, kurzfristig lindern kann. Allerdings sind viele dieser Medikamente nicht für eine Dauerlösung geeignet.

Folgende Behandlungsmethoden dienen nur zur Info und sind deshalb allgemein gehalten worden, da es je nach Schweregrad der HD und Größe des Hundes unterschiedliche Methoden gibt.

 

 Behandlungsmethoden

Je nach Schweregrad, Alter und Größe des Hundes bietet sich entweder eine konservative (= das Hüftgelenk wird erhalten, der Zustand wird durch Medikamente, optimierte Fütterungs- und Haltungsbedingungen, unterstützende physikalische Methoden (Magnetfeld etc.) zu bessern versucht) oder eine chirurgische Behandlung an.

Konservative Therapie:

Nachteil:
Durch die scheinbare Beschwerdefreiheit bewegt sich der Hund wieder sehr aktiv, was zu einer weiteren Verschlechterung der Hüfte führen kann.

Nachteil:

Mögliche Komplikationen bei einer Keimverschleppung ins Gelenk und ein relativ hoher Preis.

 Diese Hormonpräparate stabilisieren durch einen gezielten Muskelaufbau das Gelenk und werden deshalb vorwiegend bei losen Gelenken eingesetzt.

Nachteil:

Anabolika kann zu Nebenerkrankungen führen wie Herzproblemen.

Es gibt noch eine sehr unterstützende, hilfreiche, therapeutische Begleitmaßnahme für entzündete und somit schmerzhafte Gelenke : die Laserdusche. Das ist ein elektronisches Gerät verbunden mit einem Ausgangsgerät, das aussieht wie ein Duschkopf. Dieser wird an die entsprechende Akupunkturstelle gehalten, anstelle einer Behandlung mit Nadeln, die Hunden nicht zumutbar ist. erkrankte Stellen je 5 Minuten bestrahlt. Die Strahlen gehen sekündlich per Impuls in den Körper hinein. Für den Hund absolut schmerzlos

Nachteil

 Der Hund muss stillsitzen oder stillstehen

 

Chirurgische Therapie:

Hierbei wird der Musculus Pektineus (Einwärtszieher des Hinterbeines), der vom Schambein zum unteren Teil des Oberschenkels verläuft und das Hinterbein an den Körper heranführt, durchtrennt. Bei erkrankten Hüftgelenken ist dieser Muskel vergrößert und drückt den mißgebildeten Oberschenkelkopf aus der abgeflachten Gelenkpfanne heraus, der Gelenkknorpel wird schmerzhaft gequetscht. Diese Schmerzen wiederum bewirken oft eine Verkrampfung des Muskels, was durch die dauernde Kontraktion zu einer verstärkten Druck- und Zugbelastung des Gelenkknorpels und der Gelenkkapsel führt.

Vorteil:

Relativ leichte Durchführung, geringe Kosten, beide Gelenke können bei Bedarf gleichzeitig operiert werden.

Eine recht aufwendige Operation, bei der zunächst die Gelenkpfanne an ihren drei Ansatzstellen aus dem Becken "herausgeschnitten" und danach mittels einer Schwenkung wieder "eingepasst" und mit einer Schraube oder Platte befestigt wird. Durch die Schwenkung sitzt der Oberschenkelkopf wieder tiefer in der Pfanne, die Stabilität des Gelenkes wird erhöht. Nach der OP ist eine Einschränkung der Bewegung für ca. 6 Wochen notwendig.

Nachteil:

Gefahr einer Nervenverletzung durch den veränderten Beckendurchmesser. Diese OP ist nur bei starker HD in den Wachstumsmonaten zu empfehlen.

Ein Teil des Oberschenkelschaftes (Femurschaft) wird entfernt, der Oberschenkelkopf (Femurkopf) durch eine Drehung tief in die Pfanne eingepaßt und anschließend mit einer Winkelplatte wieder am Schaft befestigt. Ruhephase: ca. 6 Wochen. Diese Methode wird vor allem bei jungen Hunden ohne Arthrosen und intakter Pfanne angewandt.

Der Femurkopf und der Femurhals werden ganz abgesetzt und die Pfanne ausgefräst. Das Implantat besteht aus einer in das ausgefräste Becken zementierten Kunststoffpfanne und einer in den Femurschaft zementierten Kobalt-Chrom- bzw. Titan-Prothese. Der Hund sollte absolut gesund sein, da z.B. Entzündungen der Ohren, Harnblase etc. gefährliche Keimherde darstellen und bei einer Keimverschleppung ins OP- Gebiet das Leben des Hundes gefährden können.

Nachteil:

Hohe Kosten, Risiko einer Gelenksinfektion mit nachfolgender Implantatlockerung.

Totale Entfernung des Oberschenkelkopfes ohne einen künstlichen Ersatz. Innerhalb von 6 bis 8 Wochen bildet der Körper eine bindegewebige Verbindung zwischen dem verbliebenen Femurschaft und der Hüfte .Diese Methode ist nur bei kleinen Hunden angezeigt, da das "Pseudogelenk" dem Gewicht größerer Hunde auf Dauer nicht standhalten kann.

Dieser Eingriff muss sehr sehr korrekt durchgeführt werden, da sonst eine Verschlechterung eintreten kann. Der Hund wird mittels einer Schlafspritze sediert, an den betroffenen Stellen rasiert. Dann wird eine dicke Kanüle zu den jeweiligen Stellen gelegt und das Gold an die Akupunkturpunkte eingeführt. Nach dem Eingriff sollte der Hund schmerzfrei laufen können. Selbstverständlich kann die Deformierung bei der HD nicht beseitigt werden Aber eine Langzeittherapie mit Schmerzmitteln ist noch viel schlimmer. Besonders wenn die Nebenwirkungen den Magen-Darm-Bereich betreffen. Bei wenigen Fällen ist anschließend noch eine geringe Beigabe von Medikamenten notwendig.